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Krankenversicherungspflicht für alle

"Artikel 43 des GKV-WSG


Änderung des Gesetzes über den Versicherungsvertrag
Das Gesetz über den Versicherungsvertrag in der im Bundesgesetzblatt Teil III,
Gliederungsnummer 7632-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert
durch Artikel 3 des Gesetzes vom 26. März 2007 (BGBl. I S. 368), wird wie folgt geändert:
01. Dem § 178a werden folgende Absätze 5 bis 9 angefügt:
"(5) Jede Person mit Wohnsitz im Inland ist verpflichtet, bei einem in Deutschland zum
Geschäftsbetrieb zugelassenen Versicherungsunternehmen für sich selbst und für die von ihr
gesetzlich vertretenen Personen, soweit diese nicht selbst Verträge abschließen können, eine
Krankheitskostenversicherung, die mindestens eine Kostenerstattung für ambulante und
stationäre Heilbehandlung umfasst und bei der die für tariflich vorgesehene Leistungen
vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte für ambulante und stationäre
Heilbehandlung für jede zu versichernde Person auf eine betragsmäßige Auswirkung von
kalenderjährlich 5 000 Euro begrenzt ist, abzuschließen und aufrechtzuerhalten; für
Beihilfeberechtigte ergeben sich die möglichen Selbstbehalte durch eine sinngemäße
Anwendung des durch den Beihilfesatz nicht gedeckten Vom-Hundert- Anteils auf den
Höchstbetrag von 5 000 Euro.
Die Pflicht nach Satz 1 besteht nicht für Personen, die
1. in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder versicherungspflichtig sind oder
2. Anspruch auf freie Heilfürsorge haben, beihilfeberechtigt sind oder vergleichbare
Ansprüche haben im Umfang der jeweiligen Berechtigung oder
3. Anspruch auf Leistungen nach § 2 des Asylbewerberleistungsgesetzes haben oder
4. Empfänger laufender Leistungen nach dem Dritten, Vierten, Sechsten und Siebten Kapitel
des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind für die Dauer dieses Leistungsbezugs und
während Zeiten einer Unterbrechung des Leistungsbezugs von weniger als einem Monat,
wenn der Leistungsbezug vor dem 1. Januar 2009 begonnen hat.
Ein vor dem 1. April 2007 vereinbarter Krankheitskostenversicherungsvertrag
genügt den Anforderungen des Satzes 1.
(6) Wird der Vertragsabschluss später als einen Monat nach Entstehen der Pflicht nach
Absatz 5 Satz 1 beantragt, ist ein Prämienzuschlag zu entrichten.
Dieser beträgt einen Monatsbeitrag für jeden weiteren angefangenen Monat der
Nichtversicherung, ab dem sechsten Monat der Nichtversicherung für jeden weiteren
angefangenen Monat der Nichtversicherung ein Sechstel eines Monatsbeitrags. Kann die
Dauer der Nichtversicherung nicht ermittelt werden, ist davon auszugehen, dass der
Versicherte mindestens fünf Jahre nicht versichert war. Der Prämienzuschlag ist
einmalig zusätzlich zur laufenden Prämie zu entrichten.
Der Versicherungsnehmer kann vom Versicherer die Stundung des Prämienzuschlags
verlangen, wenn ihn die sofortige Zahlung ungewöhnlich hart treffen würde und den
Interessen des Versicherers durch die Vereinbarung einer angemessenen Ratenzahlung
Rechnung getragen werden kann. Der gestundete Betrag ist zu verzinsen.
..."

 
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Newsflash:

Kein Verlass auf die gesetzliche Unfallversicherung
Auf den gesetzlichen Unfallschutz ist in den wenigsten Fällen Verlass. Er greift nur bei Unfällen, die sich im Kindergarten oder in der Schule ereignet haben bzw. auf dem Weg dorthin und zurück. Die meisten Unfälle passieren jedoch beim Spielen und Sport, also dort, wo kein Versicherungsschutz
besteht.

Eine frühzeitige Absicherung ist daher wichtig. Verglichen mit Unfallversicherungen für Erwachsene haben private Kinder-
Unfallversicherungen ein größeres Leistungsspektrum, das auch spezielle Risiken berücksichtigt, die typisch für Kinder-Unfälle sind. So ist beispielsweise für Kinder bis zehn Jahre meistens das Vergiftungsrisiko mit eingeschlossen.

Invalidität absichern
Der wichtigste Schutz, den Unfallversicherungen bieten, ist die finanzielle Absicherung bei Teil- oder Vollinvalidität. Zu den Leistungen einer Kinder-Unfallpolice gehört die Auszahlung eines sogenannten Invaliditätskapitals. Mit dieser einmaligen Auszahlung können beispielsweise Rehabilitationsmaßnahmen und Hilfsmittel finanziert werden. Die Höhe des Betrags richtet sich nach dem Grad der Invalidität und nach der vereinbarten Versicherungssumme. Auch die Zahlung einer monatlichen Unfallrente ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent zusätzlich zu dem Invaliditätskapital ist möglich. Mit dieser Leistung sind eine fortlaufende finanzielle Absicherung und beispielsweise Investitionen in eine spezielle Ausbildung möglich.

Zu den weiteren Leistungen einer Unfallversicherung gehören bei vielen Versicherern unter anderem die Erstattung von Kosten für kosmetische Operationen, Bergungskosten, Krankenhaustagegeld und eine Todesfallleistung. Einige Versicherer bieten darüber hinaus die prämienfreie Weiterführung der Unfallpolice an, falls der beitragszahlende Elternteil vor dem 18. Lebensjahr des Kindes stirbt.

Kinder-Unfallversicherung steuerlich absetzbar
Auch Kinder-Unfallversicherungen sind von der Steuer absetzbar. Die Beiträge können zu 50 Prozent als Werbungskosten und zu 50 Prozent als Vorsorgeaufwendungen in den Sonderausgaben geltend gemacht werden.

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